Geschichte
FschJgBrig 25/Luftlandebrigade 25/Schwarzwaldbrigade


Die Brigade wurde im Mai 1957 in Esslingen als Luftlandekampfgruppe A 9 aufgestellt und verlegte im September 1958 nach Sigmaringen. Dort erfolgte im März 1959 die Umbenennung in Fallschirmjägerbrigade 25. Die Brigade war von Beginn an der 1. Luftlandedivision unterstellt. Das Stationierungskonzept der Heeresstruktur II sah eine räumlich nähere Stationierung der Fallschirmjägerbrigaden 25 und 26 vor, sodass die Fallschirmjägerbrigaden 25 im Juni 1961 ihren Stabssitz nach Calw und unterstellte Truppenteile auch nach Nagold im Schwarzwald verlegten. Hinzu kam das FschArtBtl 255, das von März 1959 bis Oktober 1961 in Großengstingen stationiert war, von wo es nach Calw verlegte und im April 1970 als GebArtBtl 81 aus der Brigade ausgegliedert wurde.

Im Juli 1971 erhielt die Brigade ihren endgültigen Namen „Luftlandebrigade 25“ (LLBrig 25). In der Heeresstruktur II (1959-1969) unterstand der Brigade noch das Versorgungsbataillon (FschJgBtl 256), das aber im Oktober 1971 aufgelöst wurde und zur Luftlandeversorgungskompanie 250 in Calw umgegliedert wurde. Außerdem verlor die Brigade im April 1982 in der Heerestruktur IV, in der Friedensgliederung, ihre Luftlandepionierkompanie 250, welche im Frieden direkt dem Korpspionierbataillon unterstellt wurde. Gleichzeitig wurde aber aus dem Personal der 3./ leichtes Pionierbataillon 240 eine neue Luftlandepionierkompanie 250 am 1. Juli 1982 in Passau in Dienst gestellt, die jedoch truppendienstlich im Frieden weiterhin dem leichten Pionierbataillon 240 unterstellt blieb. Am 19. März 1990 wurde die Luftlandepionierkompanie 250 wieder der Luftlandebrigade 25 unterstellt. Erst im März 1993 verlegte die Luftlandepionierkompanie 250 nach Nagold.

1990 (Heeresstruktur IV) unterstanden der Luftlandebrigade 25:
  - Fallschirmjägerbataillon 251 (Calw)
  - Fallschirmjägerbataillon 252 (Nagold)
  - Fallschirmjägerbataillon 253 (Nagold)
  - Fallschirmjägerbataillon 254 (Calw) Mob. Reserbe Btl.
  - Feldersatzbataillon 240 (Calw)
  - Stabskompanie (Calw)
  - Luftlandemörserkompanie 250 (Calw)
  - Luftlandesanitätskompanie 250 (Calw)
  - Luftlandeversorgungskompanie 250 (Calw)
  - Luftlandepionierkompanie 250 (Passau, ab März 1993 Nagold)

Die Verleihung des Beinamens „Schwarzwaldbrigade“ erfolgte am 24.August 1989 durch den Inspekteur des Heeres, Generalleutnant Henning von Ondarza.

In der Heeresstruktur V gehörte das Fallschirmpanzerabwehrbataillon 283 zur Brigade. Im September 1996 wurde die Brigade aufgelöst. Aus Teilen ging nach der Auflösung das Kommando Spezialkräfte (KSK) hervor. 1991 führte die Brigade die Operation Kurdenhilfe im Irak durch. Beteiligt waren 500 Soldaten aus dem Bereich des Korps. Im Februar und März 1994 unterstützte die Luftlandebrigade 25 die humanitäre Hilfsaktion Operation Provide Promise in Bosnien auf der Rhein-Main Air Base der US-Luftwaffe. Beteiligt war logistisches und unterstützendes Fachpersonal in geringer Stärke. Diese beiden humanitären Aktionen sollten die letzten in der Geschichte der Brigade 25 sein und mithin die Einzigen mit einem Auslandsbezug.

Die Kommandeure der Brigade 25 von 1957 - 1996
  -   1. Oberst Gerhart Schirmer Mai 1957 – Dez. 1962
  -   2. Oberst Hans-Gotthard Peske Dez. 1962 – April 1965
  -   3. Oberst Hans Teusen Apr. 1965 – Sept. 1969
  -   4. Oberst Hans Duijkers Sept. 1969 – Dez. 1969
  -   5. Brigadegeneral Dr. Hans Spiegel Dez. 1969 – 1. Okt. 1972
  -   6. Oberst Gerhard Deckert 1. Okt. 1972 – Sept. 1975
  -   7. Oberst Dr. Harro Tiedgen Sept. 1975 – 1. Okt. 1977
  -   8. Oberst Wolfgang Odendahl 1.Okt. 1977 – 1.Okt. 1979
  -   9. Brigadegeneral Otto Biemann 1. Okt. 1979 – 1. Okt. 1984
  - 10. Brigadegeneral Godehard Schell 1. Okt. 1984 – 1990
  - 11. Brigadegeneral Alexander Bergenthal Sept. 1990 – Aug. 1992
  - 12. Oberst Manfried Reinig Aug. 1992 – Feb. 1993
  - 13. Brigadegeneral Fred Schulz Feb. 1993 – Sept. 1996
 
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